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Ausklappen. Nachdenken. Ankreuzen.

Demokratie zum Ausklappen

Liebe Leserinnen und Leser,

Hand aufs Herz: Wer schon einmal einen Stimmzettel für die Kreistags- oder Stadtratswahl aufgeklappt hat, weiß – das ist kein Zettel, das ist ein Möbelstück. Lang, sehr lang. Und vor allem: beeindruckend breit. So viele Namen, so viele Listen, so viel Auswahl, dass man fast eine Bedienungsanleitung dazu braucht.

Doch genau darin liegt die Stärke dieser Wahl. Die Listen sind breit, weil unsere Gesellschaft breit ist. Unterschiedliche Berufe, Generationen und Überzeugungen spiegeln wider, was unsere Landkreise, Städte und Gemeinden ausmacht. Demokratie zum Ausklappen.

Wer diese Vielfalt ernst nimmt, braucht Zeit. Ich setze deshalb auf die Briefwahl – nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Respekt vor der Entscheidung. Am Küchentisch, mit Ruhe und vielleicht einer Tasse Kaffee, lässt sich bewusster überlegen, wem man seine Stimmen anvertraut. Viele Stimmen bedeuten auch viel Verantwortung.

Bei aller Ironie über die Länge des Wahlzettels gilt jedoch eine schlichte Wahrheit: Wichtig ist, dass man überhaupt wählt. Nichtwählen ist keine neutrale Haltung. Wer zu Hause bleibt, überlässt anderen das Feld – und stärkt womöglich genau jene, die man nicht in politischer Verantwortung sehen möchte. Demokratie kennt kein „Mir doch egal“. Sie zählt nur Stimmen – oder ihr Fehlen.

Darum meine Bitte:

  • Am 8. März wählen gehen.
  • Oder vorher per Briefwahl.
  • Aber bitte nicht gar nicht.

Ich selbst stelle mich übrigens erneut zur Wahl – im Landkreis sowie in meiner Heimatstadt Mühldorf – und möchte auch auf diese Weise Verantwortung übernehmen.

Probestimmzettel für den Landkreis Mühldorf.

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